Baptisterium

Der Schiefe Turm von Pisa ist ein weltbekanntes Wahrzeichen und eines der faszinierendsten architektonischen Wunder der Welt. Der Besuch des Turms ist ein absolutes Muss für jeden Italien-Reisenden. Der freistehende Glockenturm beeindruckt durch seine markante Neigung. Bevor ich näher auf meine persönlichen Eindrücke vom Schiefen Turm eingehe und die Parkmöglichkeiten zeige, möchte ich dir einige Tipps für deinen Besuch geben. Ein Besuch des Schiefen Turms von Pisa ist ein einmaliges Erlebnis. Aufgrund seiner Popularität sind die Tickets oft schnell ausverkauft – es gibt nur eine gewisse Anzahl von Tickets pro Tag. Daher empfehle ich dringend, im Voraus ein Ticket zu reservieren, um einen der begehrten freien Plätze für den Besuch des Turms zu sichern. Die Reservierung ist unkompliziert und kann hier online vorgenommen werden.

Der Turm befindet sich auf der Piazza dei Miracoli (Platz der Wunder), die auch den Dom, das Baptisterium und den Friedhof Camposanto Monumentale beherbergt. Das Highlight ist der Aufstieg auf den Turm selbst. Die 294 Stufen führen zu einer Höhe von etwa 56 Metern, von wo aus du einen atemberaubenden Blick über Pisa und die umliegende Toskana hast. Der Aufstieg ist ein unvergessliches Erlebnis, das dich durch den Innenraum des Turms führt und dir die einzigartige Architektur aus nächster Nähe zeigt. –> Schiefer Turm von Pisa

Der Turm in Pisa ist die Attraktion schlechthin, aber Pisa hat noch viel mehr zu bieten. Die Altstadt von Pisa ist reich an Geschichte, Kultur und architektonischen Schätzen, die es zu entdecken gilt. Hier einige Tipps für weitere Sehenswürdigkeiten in Pisa, die du unbedingt besuchen solltest: –> Pisa Sehenswürdigkeiten

Du kannst dir diese Tipps auf der Webseite gerne merken. Ein Klick am Ende dieses Beitrags genügt, um den Beitrag kostenlos über WhatsApp, E-Mail oder Facebook zu teilen.

Nun wünsche ich dir eine unvergessliche Zeit in Pisa!

DER REISEBLOGGER
Markus Schmidt

Baptisterium Pisa von außen: Mächtig und prunkvoll geschmückt
Baptisterium Pisa von außen: Mächtig und prunkvoll geschmückt
Baptisterium Pisa innen: Der Blick aus der Kuppel auf den Taufstein und die Kanzel
Baptisterium Pisa innen: Der Blick aus der Kuppel auf den Taufstein und die Kanzel
Das prunkvolle Taufbecken im Baptisterium Pisa
Das prunkvolle Taufbecken im Baptisterium Pisa

Baptisterium Pisa

Das Baptisterium in Pisa ist eine Taufkirche. Sie befindet sich auf der Piazza dei Miracoli in Pisa, Italien. Das Baptisterium wurde im romanischen Stil als kreisförmiges Gebäude geplant und 1152 von Diotisalvi begonnen. Nach einem finanziellen Baustopp im 12. Jahrhundert wurde die Außenverkleidung von Niccolò Pisano und seinem Sohn Giovanni Pisano fortgesetzt. Die Fassade der zweiten Etage ist mit gotischen Fialen und Ziergiebeln versehen und verfügt über ein reiches Figurenprogramm. Im Inneren gibt es einen zweigeschossigen Stützenkranz aus Pfeilern und Säulen sowie eine Innenkuppel. Die äußere Segmentkuppel wurde erst 1358 errichtet und 1394 wurde die offene Mitte der alten Kegelkuppel mit einem kleinen Gewölbe geschlossen. Die Gesamthöhe beträgt 54 Meter, und der Umfang beträgt 107 Meter. Besucher können das Baptisterium besichtigen und sollten darauf achten, dass angemessene Kleidung und Respekt vor dem religiösen Charakter des Ortes erforderlich sind. Wir fanden es wunderbar, in den oberen Bereich der Kuppel hinauf zu steigen. Dies ist im Baptisterium für Besucher möglich.

Was ist ein Baptisterium?

Ein Baptisterium ist ein separater Gebäudekomplex, der speziell für die Taufe von Christen konzipiert wurde. Es handelt sich um eine runde oder achteckige Struktur, die normalerweise neben oder in der Nähe einer Kirche oder eines Doms erbaut wurde. Die Funktion des Baptisteriums bestand darin, eine spezielle Umgebung für die Taufe von Erwachsenen und Kindern zu schaffen. Nichtgetaufte durften damals nicht in eine Kirche. Sie mußten vorher in einer Taufkirche getauft werden, bevor sie eine „normale“ Kirche betreten durften. Deshalb gibt es die Taufkirchen.

Das Baptisterium war in der Regel ein reich geschmückter Raum mit einem Taufbecken in der Mitte. Das Taufbecken war oft mit Mosaiken, Fresken oder Skulpturen verziert und hatte normalerweise eine achteckige Form. Das Becken war groß genug, um einen Erwachsenen vollständig unterzutauchen, und hatte oft eine Art Treppe, damit der Täufling in das Becken hinabsteigen konnte.

Das Baptisterium wurde oft als ein Symbol für den Beginn des christlichen Lebens angesehen. Es war der Ort, an dem Menschen zum ersten Mal offiziell in die christliche Gemeinschaft aufgenommen wurden, und symbolisierte den Übergang von der heidnischen Welt in die Welt des Christentums. In vielen Fällen war das Baptisterium das älteste Gebäude in einem Kirchenkomplex, da die Taufe als das wichtigste Sakrament galt.

In der Geschichte des Christentums spielte das Baptisterium eine wichtige Rolle bei der Verbreitung des Glaubens. Im Frühmittelalter wurde es zum Beispiel oft als Ort der Bekehrung von Heiden genutzt. Auch im Rahmen der Missionierung von nicht-christlichen Gesellschaften wurde das Baptisterium oft als zentraler Ort für die Taufe verwendet.

Heutzutage wird das Baptisterium in vielen Kirchen nur noch selten genutzt. Die Taufe wird oft direkt in der Kirche durchgeführt, und das Baptisterium wird eher als historisches Gebäude oder als kulturelles Erbe betrachtet. Dennoch bleibt es ein wichtiger Teil der christlichen Tradition und ein Symbol für den Beginn des christlichen Lebens.

Das berühmte Baptisterium in Pisa

Das Baptisterium von Pisa, auch bekannt als Battistero di Pisa, ist ein beeindruckendes romanisches Gebäude, das sich auf der Piazza dei Miracoli in Pisa, Italien, befindet. Es wurde ab dem Jahr 1152 vom Architekten Diotisalvi erbaut und diente als Taufkirche des Doms von Pisa.

Das Baptisterium hat einen kreisförmigen Grundriss mit einem Durchmesser von 36 Metern und eine Höhe von 54 Metern. Es ist damit die größte Taufkirche in der christlichen Geschichte und eines der bemerkenswertesten Beispiele der romanischen Architektur in Italien. Der Bau des Baptisteriums dauerte fast zwei Jahrhunderte, und es wurden mehrere Architekten und Künstler engagiert, um es fertigzustellen.

Die Außenfassade des Baptisteriums ist mit weißem und grünem Marmor verziert und hat eine zweistöckige Struktur. Die untere Etage besteht aus rundbogigen Arkaden, die typisch für den romanischen Stil sind. Die obere Etage hat eine Galerie mit gotischen Fialen und Ziergiebeln, die mit einer Vielzahl von Skulpturen verziert sind. Diese Skulpturen stellen Heilige, Propheten und biblische Szenen dar und sind ein beeindruckendes Beispiel für die Kunst des 13. Jahrhunderts.

Das Innere des Baptisteriums ist ebenso beeindruckend wie die Außenseite. Es gibt einen zweistöckigen Stützenkranz aus Pfeilern und Säulen, der einen kreuzgratgewölbten Umgang vom Mittelbereich unter der Innenkuppel trennt. Die Innenkuppel besteht aus einem Kegelstumpf und hat eine Höhe von 33 Metern. Sie ist mit wunderschönen Fresken verziert, die biblische Szenen darstellen. Diese Fresken wurden im 13. und 14. Jahrhundert von verschiedenen Künstlern geschaffen und sind ein weiteres Beispiel für die Kunst dieser Zeit.

Eines der bemerkenswertesten Merkmale des Baptisteriums ist die Marmorkanzel von Niccolò Pisano. Sie wurde zwischen 1255 und 1260 erbaut und ist ein Meisterwerk der gotischen Skulptur. Die Kanzel besteht aus fünf Panels, die die Leben Christi und der Jungfrau Maria darstellen. Die Panels sind mit Figuren, Tieren und Blattornamenten verziert und zeigen das Können von Niccolò Pisano und seinen Mitarbeitern.

Das Baptisterium von Pisa ist ein beeindruckendes Beispiel für die Kunst und Architektur des Mittelalters. Es ist ein wichtiger Teil des religiösen Erbes von Pisa und ein beliebtes Reiseziel für Touristen aus aller Welt. Wenn Sie das Baptisterium besuchen möchten, sollten Sie wissen, dass es Eintrittsgeld kostet, aber es ist definitiv das Geld wert. Es gibt auch geführte Touren, die Ihnen mehr über die Geschichte und Kunst des Baptisteriums erzählen können. Es wird empfohlen, das Baptisterium während des Tages zu besuchen, um die Fresken und Skulpturen in ihrer vollen Pracht zu sehen.

Was gibt es zu sehen? Lohnt sich der Eintritt?

Du kannst im Baptisterium von Pisa das beeindruckende Taufbecken von Guido Bigareli da Como bewundern, das im unteren Bereich des Gebäudes zu finden ist. Es handelt sich um ein bedeutendes Beispiel mittelalterlicher Kunst mit Reliefs, die die Geschichte Christi darstellen. Im Jahr 1929 wurde eine Statue von Johannes dem Täufer hinzugefügt, die ein weiteres wichtiges Werk der Kunstgeschichte ist. Das achteckige Taufbecken in der Mitte des Raumes, das auf drei Stufen steht, stammt aus dem Jahr 1246 und wurde von Guido Bigarelli aus Arogno geschaffen, das damals zur Diözese Como gehörte. Die Bronzeskulptur des Heiligen Johannes des Täufers in der Mitte des Taufbeckens ist ein herausragendes Werk von Italo Griselli. Dahinter befindet sich der Presbyterbereich, der mit einem kosmatischen Boden geschmückt ist und durch eine skulptierte Barriere abgegrenzt wird.

Die Kanzel im Baptisterium wurde zwischen 1255 und 1260 von Nicola Pisano geschaffen, dem Vater von Giovanni Pisano. Auf den fünf Brüstungstafeln sind Szenen aus dem Leben Christi dargestellt, während andere Motive, die die Tugenden symbolisieren, entsprechend den Säulen präsentiert sind. Die Darstellungen auf der Kanzel, insbesondere die Figur des nackten Herkules, verdeutlichen gut, wie der klassische Einfluss Nicolaus zu einem Vorläufer der Renaissance machte. Es ist wichtig zu betonen, dass in Nicolas Werkstatt die Elite der Bildhauer des italienischen 13. und 14. Jahrhunderts geformt wurde, angefangen bei Tino di Camaino und Arnolfo di Cambio.

Ein weiterer Höhepunkt ist der Gang auf die obere Galerie des Gebäudes. Von dort aus hat man einen atemberaubenden Blick auf die Umgebung und das Innere des Baptisteriums. Besucher können die Galerie über eine Treppe erreichen, die 69 Stufen hat. Oben angekommen, kannst du im Inneren des Baptisterium um das runde Gebäude herumgehen und verschiedene Fenster nutzen, um die Umgebung zu betrachten und Fotos zu machen. Besonders der Blick auf den Dom von Pisa ist atemberaubend.

Insgesamt bietet das Baptisterium von Pisa eine einzigartige und wunderschöne Architektur und ist ein wichtiger Ort für die Geschichte und Kunstgeschichte. Es ist ein Muss für jeden Besucher von Pisa und der Toskana.

Die häufigsten Fragen zum Baptisterium Pisa

Wer hat das Baptisterium in Pisa gebaut?

Das Baptisterium in Pisa wurde 1153 von Diotisalvi, dem Architekten der Kirche Santo Sepolcro, begonnen, aber erst nach einer Unterbrechung der Arbeiten von einem Jahrhundert von Nicola und Giovanni Pisano fertiggestellt.

Was ist das Besondere am Baptisterium Pisa?

Das Baptisterium Pisa ist das größte Baptisterium Italiens und der Welt und weist eine charakteristische Mischung aus Romanik und Gotik auf. Es ist außerdem ein berühmtes architektonisches Werk von außerordentlichem künstlerischem Wert und ein Aushängeschild der Stadt Pisa.

Was kann man im Inneren des Baptisteriums sehen?

Im Inneren des Baptisteriums kann man das wunderschöne Taufbecken von Guido Bigareli da Como aus dem 13. Jahrhundert und die Kanzel aus Marmor bewundern. Das schlichte und schmucklose Innere hat außerdem eine außerordentliche Akustik.

Welche berühmten Persönlichkeiten wurden im Baptisterium Pisa getauft?

Einer der bekanntesten Menschen, die im Baptisterium Pisa getauft wurden, ist Galileo Galilei. Er wurde hier im Jahr 1564 getauft.

Wo ist das Baptisterium in Pisa zu finden?

Das Baptisterium Pisa befindet sich auf der Piazza dei Miracoli neben dem Dom Santa Maria Assunta, dem Schiefen Turm von Pisa und dem Monumentalfriedhof.

Weiterführende Links

Diese Tipps merken & mit Freunden teilen. Klick hier:
Nach oben scrollen